Natur und Umwelt

Auch wenn es für uns Alltag ist und häufig nicht in seiner Bedeutung wahrgenommen wird, bietet unser Kreis eine vielfältige Landschaft mit außerordentlich hoher Naturqualität.

Der Kreis ist ein Kerngebiet der typischen schleswig-holsteinischen Knicklandschaft und verfügt über eine ausgeprägte Wald- und Seenlandschaft.

Der Schutz bei gleichzeitig verträglicher wirtschaftlicher Nutzung ist an vielen Stellen die Herausforderung unserer Zeit. Diese Landschaft bietet aber auch außerordentliche, teilweise einmalige, Potenziale, wie zum Beispiel im Naturtourismus. Der Erhalt und die Entwicklung von Natur und Landschaft im Kreis ist daher nicht nur der schonende Umgang mit unserem Lebensraum und der Ressource Natur sondern auch ein Wirtschaftsfaktor. Der Naturpark Lauenburgische Seen erfüllt bereits heute fast alle Voraussetzungen für ein Biosphärenreservat; eine Erweiterung des mecklenburgischen Biosphärenreservates Schaalseelandschaft im Kreisgebiet wäre daher ohne große Veränderung des jetzigen Zustandes kurzfristig möglich und bietet auch verbesserte Möglichkeiten in der Vermarktung von Produkten aus Landwirtschaft und Tourismus. Entsprechende Initiativen der Gemeinden werden von der SPD im Kreis Herzogtum Lauenburg ausdrücklich unterstützt. Das Naturerlebnis durch einen sanften Tourismus sowie Bildungs- und Informationsangebote fördern und sichern den langfristigen Erhalt und damit einen hochwertigen Lebensraum nicht nur für Tiere und Pflanzen, sondern durchaus in erster Linie für die Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises.

Kreisforsten

Der Eigenbetrieb Kreisforsten verbindet in vorbildlicher Weise die forstwirtschaftliche Nutzung der kreiseigenen Wälder und die Pflege der heimischen Landschaft und belegt dabei, dass das eine das andere nicht ausschließt. Er hat in den vergangenen Jahren einen hohen Grad an Wirtschaftlichkeit und Effizienz erreicht, dadurch den Ankauf weiterer Waldflächen aus eigenen Erlösen ermöglicht und dennoch auch entscheidende Beiträge zur Finanzierung des Kreishaushaltes geleistet. Auch bei geforderten höheren Beiträgen zur Finanzierung des Kreishaushaltes darf der eingeschlagene Weg der nachhaltigen Waldbewirtschaftung nicht verlassen werden. Weitere Effizienzsteigerungen in der Bewirtschaftung müssen auch in der Kooperation mit anderen regionalen Forstwirtschaften gesucht werden. Das Prinzip der Nachhaltigkeit und der Orientierung an entsprechenden Zertifizierungsmaßstäben wurde von uns vor Jahren durchgesetzt und bleibt bestimmende Handlungsmaxime von Sozialdemokratie in der Forstwirtschaft.

Die Kreisforsten sind auch als Naherholungsraum und Naturerlebnisraum für die örtliche Bevölkerung, Tages- und Kurzzeittouristen zu erhalten sowie naturverträglich auszubauen. Nur Verständnis und Akzeptanz in der Bevölkerung können dauerhaft eine ökologische Waldbewirtschaftung ermöglichen. Diese können nur durch eine ausreichende Erlebnismöglichkeit des Naturgutes Wald gesichert werden. Bildungsangebote über natürliche Prozesse und den Wert derer Ergebnisse werden das Verständnis fördern.

Kommunale Abfallwirtschaft

Die kommunale Abfallwirtschaft stellt einen der Bereiche dar, in denen der Kreis aufgrund der von Sozialdemokraten gestalteten Politik unmittelbar einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten kann. Durch die seit Jahrzehnten bestehenden Systeme zur getrennten Erfassung von Wertstoffen aller Art leistete der Kreis seinen Beitrag zur Einsparung von Rohstoffen und Energie. Der Ausbau der Sammelsysteme und die Ausweitung auf weitere Stoffe, z.B. Kunststoffe, Schrott, Holz (Wertstofftonne) muss weiter vorangetrieben werden. Die Erfassung von Wertstoffen muss in der Zuständigkeit des Kreises durchgeführt werden, weil nur die kommunale Abfallwirtschaft ein Garant für Recycling – unabhängig von Gewinnaussichten und Rohstoffpreisen – war und ist. Die hierbei ggf. erzielten Überschüsse müssen den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin zugute kommen.

Dass ökologisch ausgerichtete Abfallwirtschaft und günstige Gebührenstrukturen kein Gegensatz sein muss, zeigt der Kreis Herzogtum Lauenburg seit vielen Jahren.

So war es eine Initiative der SPD im Kreistag, die zur Vergärung von Bioabfällen in Biogasanlagen führte. Dies werden wir weiterentwickeln.

Die im Bereich der Abfallwirtschaft Beschäftigten, ob beim kommunalen Unternehmen direkt oder bei den eingesetzten Dienstleistern, müssen adäquat entlohnt werden. Deshalb müssen auch hier die Regelungen des Tariftreuegesetzes, das die SPD in den Landtag eingebracht hat, angewendet werden. Zur Vermeidung von Lohndumping sollten personalintensive Aufgaben vom kommunalen Unternehmen direkt erbracht werden.