Sucht darf kein Tabu sein!

Zum Suchtselbsthilfetag heute und morgen im Landeshaus erklärt der drogen- und suchtpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Peter Eichstädt: Die Präsentation der Selbsthilfegruppen zeigt das breite Spektrum der Hilfsangebote, aber auch der Süchte. Die Sucht-Selbsthilfe ist neben den professionellen Beratungs- und Hilfsangeboten ein wesentlicher Baustein der Hilfe für Menschen mit Abhängigkeiten unterschiedlichster Art. Sie gibt vielen Betroffenen Gelegenheit, niederschwellig von ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern und in Selbsthilfegruppen Unterstützung und Stabilisierung zu erhalten.

Peter Eichstädt

Auch ein Leben ohne Suchtsubstanzen kann ein erfülltes Leben sein. Dass Betroffene zu dieser Erkenntnis gelangen und sie befolgen, dabei helfen Selbsthilfegruppen.

Wichtig für Menschen, die mit einer Suchtproblematik ihren eigenen, persönlichen Kampf führen, ist die Enttabuisierung dieses Themas. Die Formen von Sucht sind vielfältig und gehören in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Nicht zuletzt die Tabuisierung und damit die Strategien der Betroffenen, die eigenen Nöte möglichst geheim zu halten, erschweren den Weg aus der Sucht entscheidend. Umso wichtiger ist der offensive Umgang mit dem Thema, wozu der Suchtselbsthilfetag einen Beitrag leistet.

Die SPD-Fraktion wird weiterhin Selbsthilfeorganisationen dabei unterstützen, ihre wichtige Arbeit wirksam und von bürokratischen Barrieren möglichst wenig belastet zu leisten und weiter zu entwickeln.