Die beiden Becken der ehemaligen Panzerwaschanlage sind heute ein wichtiger Lebensraum für Amphibien, Streuobstwiesen sind ebenso zu finden wie Waldflächen. Nadelwälder werden zugunsten von Eichen und Buchen durchforstet und mit Pflanzungen von Eberesche, Hasel, Stiel-Eiche, Hainbuche, und Schwarzerle eine bunte Laubbaumvielfalt entwickelt. Verrohrte Abschnitte des Amelungsbachs wurden wieder geöffnet, Sohlgleiten, Kiesschwellen und zahlreiche Störsteine eingebaut, damit der Bach wieder frei über die Wiese mäandern kann. Martin Habersaat: „Ich habe gelernt, dass es der Stiftung um Optimierung und Aufwertung der Flächen geht. Deshalb kann es schon einmal im Sinne des Naturerbes sein, dass Nadelhölzer gefällt oder Flächen neu gestaltet werden.“ Er hoffe, dass die vielfältigen Nutzungsinteressen weiterhin gut miteinander vereinbart werden können. So dürfen Hunde nicht unangeleint abseits der Wege unterwegs sein, eigens für sie wurde aber eine große Auslauffläche eingerichtet.
Sandra Redmann zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Maßnahmen, die in der Wentorfer Lohe umgesetzt werden. „Hier ist Waldumbau ebenso zu sehen wie Streuobstwiesen, es gibt spannende Kleingewässer und eine Fläche für unser Blütenmeer-Projekt.“ Auch die Möglichkeiten der Bildungsscheune hob sie lobend hervor. Hier organisiert die Stiftung Natur im Norden Umweltbildung für Kinder in der Region.
Zur Geschichte des Übungsplatzes
https://www.panzergrenadierbrigade16.de/standorte/stouebpl-wentorfer-lohe.html
Zur Stiftung Naturschutz
Die erste Fläche der Stiftung Naturschutz vor über 40 Jahren war der Delver Koog in der Eiderschleife. Heute umfasst das Stiftungsland über 37.000 Hektar, auf denen seltene Pflanzen und Tiere eine sichere Heimat in Schleswig-Holstein finden sollen. Die Stiftung bestreitet ihre Personal- und Sachkosten aus den Pachteinnahmen ihrer Flächen, den Zinserträgen aus dem Stiftungskapital, wirbt Drittmittel beim Bund und der EU ein und freut sich über Spenden. Viele Natur- und Artenschutzprojekte werden mit Hilfe von Finanzmitteln der EU, des Bundes oder des Landes durchgeführt.
Die Bildungsangebote werden organisiert von der Stiftung Natur im Norden: